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November 22, 2021

Bewerben bei einem Bundesministerium - Bringen Sie viel Geduld mit

Bewerben bei einem Bundesministerium - Bringen Sie viel Geduld mit
  • Das Auswärtige Amt stellte 2018 bis 2020 mit 698 die meisten neuen Mitarbeiter ein
  • Das Verteidigungsministerium hat nur 5 direkte Neueinstellungen in den letzten drei Jahren verzeichnet
  • Insgesamt wurden 2873,5 Stellen in den letzten drei Jahren über die Bundesministerien besetzt
  • Bevor ein Arbeitsvertrag vorliegt, können bis zu 12 Monate vergehen

Der Mangel an Fachkräften ist ein großes Problem auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Qualifizierte Personen mit den gewollten Skills und Erfahrung sind schwer zu finden. Da stellt sich doch die Frage - Wie regelt unsere Regierung das?

Ein Mitarbeiter in einem Bundesministerium zu werden bringt einige Hürden mit sich. Eine überdurchschnittliche Vergütung und hohe Jobsicherheit sind ein Ergebnis nach einem langwierigen Bewerbungsprozess und oft nur wenig verfügbaren Stellen.

Wir haben sämtliche Neueinstellungen der 14 Bundesministerien der Jahre 2019 und 2020 ermittelt ausgewertet und mit den Ergebnissen unserer Analyse des Jahres 2018 verglichen. Dabei haben wir die Anzahl der Neueinstellungen innerhalb der einzelnen Bundesministerien und die durchschnittliche Dauer der jeweiligen Einstellungsprozesse - von der Bewerbung bis zum Unterschreiben des Arbeitsvertrages - geprüft.

Im Schnitt wurden 205 Neueinstellungen über drei bis vier Monate in den Bundesministerien 2018 bis 2020 besetzt. 

Die meisten Neueinstellungen 2018 bis 2020 - wo lohnt es sich zu bewerben?

Mit Abstand belegt das Auswärtige Amt (AA) den ersten Platz. In den untersuchten Jahren 2018 bis 2020 stellte das AA konstant die meisten Mitarbeiter ein. Von den insgesamt 2873,5 besetzen Stellen ist das AA für 24 % verantwortlich. Auf Platz zwei ist das Bundesministerium der Finanzen mit 412 neuen Mitarbeiter. Die Bronzemedaille verdient sich das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit insgesamt 247 Neueinstellungen. 

Darauf folgende Ministerien liegen über der durchschnittlichen Anzahl der Neueinstellungen (205): Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (237,5), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (235) und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (223).

Knapp unter dem Durchschnitt liegt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (197). Weiterhin ist das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)  auf dem achten Platz. Wobei unsere Daten sich in diesem Fall nur auf das Jahr 2018 beziehen. Für die Neueinstellungen der Jahre 2019 und 2020 haben wir von dem BMI im Laufe der Untersuchung, trotz mehrfacher Nachfragen, keine Angaben erhalten. 

Es folgen die Plätze 9 und 13: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (123), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (112), Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) (84), Bundesministerium für Gesundheit (BMG) (75) und Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (55). Wir haben keine Daten über die Neueinstellungen des BMVI aus dem Jahr 2018 und ebenfalls keine Daten der letzten zwei Jahre von dem BMG. 

Am Ende der Rangliste ist das Bundesministerium der Verteidigung mit lediglich fünf direkt neu eingestellten Mitarbeitern in den letzten drei Jahren.

Eiserner Maßstab des Bundesministerium der Verteidigung

In den letzten zwei Jahre änderte sich kaum etwas bei dem BMVg. In allen untersuchten Jahren liegt das BMVg konstant auf dem letzten Platz der meisten neuen Mitarbeiter. Drei von den fünf neuen Job-Anwärtern haben ihre neue Arbeit bereits 2018 angefangen. In den letzten beiden Jahren wurden also insgesamt zwei Stellen innerhalb des BMVg mit Mitarbeitern neu besetzt. 

Grund dafür sind der langwierige Einstellungsprozess, die scharfe Untersuchung der Bewerber und dass nur Bewerber mit einem Bundeswehr-Hintergrund, laut dem offiziellen Personal-Portals des BMVg, sich auf die verfügbaren Stellen überhaupt bemühen. 

Ab der Bewerbung kann es 6 bis 12 Monaten dauern, bis der Arbeitsvertrag zum Unterschreiben vorliegt und die Stelle endgültig vergeben ist. Damit ist das BMVg weit über dem Durchschnitt und außer Konkurrenz an der Spitze der längsten Dauer des Einstellungsprozesses unter den Ministerien.

Schnell von Bewerbung bis Arbeitsvertrag

Das BMWi hat mit Abstand die schnellste Einstellungszeit mit knapp anderthalb Monaten. Direkt dahinter befinden sich das BMG und Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit einer durchschnittlichen Einstellungsdauer von 2 Monaten. Auf Platz 3 sitzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 3 Monaten.

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